Schulden

Integrierte Kommunalschulden in Baden-Württemberg

Kommunen können sich auch außerhalb der Kernverwaltungen verschulden. Neben den Kernhaushaltsgeldschulden (Kredite und Kassenkredite) stehen die Geldschulden der kommunalen Ausgliederungen (FEUs – Fonds, Einrichtungen und Unternehmen). Sie werden mit den Kernhaushaltsschulden als sog. integrierte Schulden publiziert.

In Baden-Württemberg ist die integrierte Verschuldungssituation nach dem Statistischen Bundesamt Ende des Jahres 2024 durchschnittlich: Der Pro-Kopf-Wert der Kommunen liegt mit 4,389 T Euro je Einwohner näherungsweise bei dem des Flächenländerdurchschnittes (4,446 T Euro). Ende des Jahres 2023 lag der Pro-Kopf-Wert in Baden-Württemberg allerdings noch bei rund 4,1 T Euro. Die steigenden Geldschulden führen zu einer Vorbelastung kommender Haushalte. Im Falle steigender Zinsen kann sich die Situation noch verschärfen.

Insgesamt ist der Grad der Geldschuldenauslagerung in Baden-Württemberg beachtlich. Nur knapp 19 Prozent der Geldschulden befinden sich in den Kernhaushalten (817 von 4.389 Euro je Einwohner). Bundesweit entfallen hingegen knapp 42 der Kommunalschulden auf die Kernhaushalte. Das macht überdeutlich, dass interkommunale Vergleiche zur Kommunalgeldverschuldung in Baden-Württemberg ohne Reflektieren der Auslagerungen als weitgehend sinnlos erscheinen.

Statistisches Bundesamt: Integrierte kommunale Schulden steigen im Jahr 2024 um 6,3 %, Pressemitteilung Nr. 430 vom 2. Dezember 2025