Steuerschätzung vom Mai 2026 ergibt sinkende Kommunalsteuern
Im Vergleich zur Oktober-2025-Steuerschätzung sieht die Mai-2026-Steuerschätzung stark sinkende Kommunalsteuereinnahmen vor. Es ergeben sich hiernach Mindereinnahmen in 2026 von -973 Mio. Euro, in 2027 von -988 Mio. Euro und für 2028 von -999 Mio. Euro.
Hauptursache ist wieder die wachstumsabhängige Gewerbesteuer. Für sie wird in 2026 ein Minus von -853 Mio. Euro, in 2027 von -874 Mio. Euro und für 2028 von -899 Mio. Euro angenommen.
Auch wenn natürlich weltweite Entwicklungen das Wachstum beeinflussen, können vor Ort durch kommunales Zutun Beeinflussungen stattfinden. Es gilt zu priorisieren und insbesondere im investiven Bereich auf wachstumsfördernde Bereiche, Innovation und Entwicklung zu setzen – die knappen Mittel müssen clever Richtung Wachstum gelenkt werden. Hier ist jede Kommune gefragt. Nicht jede Investition hat den gleichen Effekt auf das Wirtschaftswachstum: Es ist ein Unterschied, ob Mittel – überspitzt formuliert – für Kunstrasenplätze, Bäder oder Heimatmuseen usf. eingesetzt werden oder für wachstumsförderliche Bereiche. Die Priorisierung von Wachstumsinvestitionen ist momentan absolut notwendig, sonst werden auf Dauer die finanziellen Grundlagen für liebgewonnene – aber typischerweise im laufenden Geschäft defizitäre Einrichtungen – fehlen, womit diese Einrichtungen dann am Ende vollends aufgegeben werden müssen.
